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Mein Mann verkaufte Vaters Pub, bevor der Umschlag geöffnet wurde / Chapter 2 / 6

Chapter 2 — Mein Mann verkaufte Vaters Pub, bevor der Umschlag geöffnet wurde

4.9Editorial score

Die Uhrzeit wurde beim Hochladen erzeugt.“

Maeve nahm das Dokument, ohne ihn um Erlaubnis zu bitten.

„Die Bestätigung behauptet, Nora habe sich um 21.17 Uhr mit einem Sicherheitscode legitimiert.

Außerdem soll die Unterzeichnung von einem Gerät im Büro dieses Pubs erfolgt sein.“

„Vielleicht ist sie kurz nach hinten gegangen.“

„Nein“, sagte Eamon.

Der alte Mann beugte sich hinunter, hob seinen Mantel vom Boden auf und zog ein abgenutztes Mobiltelefon aus der Innentasche.

Sein Daumen zitterte leicht, als er durch die Dateien scrollte.

„Sie haben sich an diesem Abend direkt neben mich gesetzt“, sagte er zu Ryan.

„Obwohl der ganze Tresen frei war.“

Ryan verzog den Mund.

„Soll das jetzt auch ein Verbrechen sein?“

„Nein.

Nur schlechte Erziehung.“

Einige Gäste atmeten hörbar aus.

Eamon blieb ernst.

„Ich nehme manchmal Sprachnotizen auf, wenn Seamus Geschichten erzählt.

Meine Enkelin sammelt sie für mich.

An diesem Abend lief die Aufnahme weiter, nachdem Seamus gegangen war.“

Er legte das Telefon auf den Tresen und startete die Datei.

Zuerst hörte man Gläser, gedämpftes Lachen und die Stimme meines Vaters, der sich über einen Politiker beschwerte.

Dann knarrte ein Hocker.

Ryans Stimme kam näher.

„Sie wird es niemals freiwillig unterschreiben.“

Eine zweite männliche Stimme antwortete: „Dann brauchen wir eine andere Freigabe.“

Ryan sagte: „Wir haben ihre Unterschrift auf den Versicherungsunterlagen.

Wenn sie nicht unterschreibt, nehmen wir die Kopie.“

Die zweite Stimme lachte nervös.

„Und der Alte?“

„Der merkt kaum noch, welcher Tag ist.“

Mein Magen zog sich zusammen.

Mein Vater war damals krank gewesen, aber sein Verstand war klar.

Ryan hatte seine Schwäche nicht nur ausgenutzt.

Er hatte sie verachtet.

Maeve hob die Hand.

„Stoppen Sie die Aufnahme.“

Eamon drückte auf Pause.

Ryan griff nach dem Telefon, doch Ciarán stellte sich zwischen ihn und den Tresen.

Er hob weder die Fäuste noch die Stimme.

Er stand einfach da.

Ryan zeigte auf Eamon.

„Diese Aufnahme ist illegal.“

„Das entscheidet nicht der Mann, der darauf eine Fälschung bespricht“, sagte Maeve.

In diesem Moment öffnete sich die Pubtür erneut.

Eine Frau in einem dunkelblauen Mantel trat ein.

Hinter ihr kamen zwei Beamte der Gardaí.

Die Frau stellte sich als Aisling Quinn vor, Leiterin der Betrugsprüfung jener Bank, deren Name auf der Bürgschaft stand.

Ryan wurde blass, fing sich jedoch schnell.

„Das ist vollkommen unnötig“, sagte er.

„Es handelt sich um einen familiären Streit über eine ordnungsgemäß vereinbarte Finanzierung.“

Aisling legte ihre Tasche auf einen freien Hocker.

Nicht auf den Hocker direkt neben Eamon, sondern auf den übernächsten.

Sie kannte die ungeschriebene Regel oder verstand zumindest, dass Respekt oft mit kleinen Abständen begann.

„Herr Blake“, sagte sie, „unsere Bank hat die Auszahlung nicht ordnungsgemäß genehmigt.

Die Kontrollen wurden durch Dokumente umgangen, die über ein externes Vermittlerkonto eingereicht wurden.

Dieses Konto gehört Ihrer Projektgesellschaft.“ „Meine Firma hat nur vermittelt.“